Das Wasserbettenhaus - Wasserbetten allgemein
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Das Wasserbett, die Vorteile und die Vorurteile. 

An dieser Stelle wollen wir Ihnen einige Informationen in komprimierter Form geben. Einige der folgenden Punkte finden Sie in den einzelnen Menüpunkten detailliert dargestellt.

1. Wasserbett vs. traditionelle Matratze

Eine normale Matratze, egal ob Latex, Kaltschaum, Federkern oder anderen Materialien ist für einen bestimmten Körpertyp gefertigt und läßt im individuellen Schlafkomfort desto mehr nach, wie Ihr Körper von diesem Standard abweicht. Somit ist eine traditionelle Matratze von Anfang an ein Kompromiß den Sie eingehen müssen.

Nach einigen Jahren der Nutzung läßt zudem der Schlafkomfort weiter nach. Die Rückstellfähigkeit des Materials unterliegt einem natürlichen Alterungsprozeß und der Hängematteneffekt - das tiefe Einsinken im Beckenbereich - ist unübersehbar. Die Folge hieraus sind Rückenschmerzen und eine morgendliche Steifigkeit die erst nach einger Zeit nachläßt. An ein gesundes Ausschlafen ist dann in vielen Fällen nicht mehr zu denken, Sie werden bereits vorher wach weil Ihr Rücken Sie schmerzhaft an sein Vorhandensein erinnert.

Ein Wasserbett ist anders. Wasser ist nicht komprimierbar und weicht aus. Das bedeutet nicht das Sie in einer tiefen Kuhle liegen, sondern das Ihr Körper vollflächig vom Wasser getragen wird. Wasser verliert seine Konsistenz nicht, der Liegekomfort bleibt Ihnen über Jahre erhalten.

2. Wasserbetten sind hygienischer !

Auch traditionelle Matratzen besitzen oft einen abnehmbaren Bezug der gewaschen werden kann, zumindest die Besseren Varianten. Das Wiederaufziehen des Bezuges nach einer Wäsche oder nach einer chemischen Reinigung wird in vielen Fällen zum Kraftakt und das Ergebnis läßt dann auch noch zu wünschen übrig. Oft bleibt es bei der guten Absicht der Hersteller aber mangels Komfortabilität werden diese Bezüge eben nicht gewaschen.

Matratzen sind ja dankbar, groß und mindestens 15 cm stark, da kann es ruhig über Jahre hineinrieseln. Vergessen Sie nicht : Jeder Mensch verliert ca. 3 - 4 gr. Hautschuppen pro Tag, im Jahr also ca. 1,25 kg. Ein Großteil davon findet den Weg in Ihre Matratze. Dazu kommt der normale Hausstaub, eine Menge an Körperschweiß ( dies kann pro Nacht ca. 500 ml. ausmachen ) und alles zusammen sammelt sich in Ihren Matratzen an. Das diese Matratzen zusätzlich noch einige Mitbewohner haben bleibt logischerweise nicht aus und die Summe dieser Faktoren unterstützen natürlich auch die Allergiegefahr.

Wie anders ist doch auch hier ein Wasserbett. Mittels Reißverschluss wird der Bezug abgetrennt, gewaschen, in den Trockner gesteckt und einfach wieder aufgezogen. Eine einfache und vor allen Dingen saubere Sache.

3. Schlafdauer und Schlafqualität

Das Eine hat mit dem Anderen nichts zu tun. Jeder kennt die Regel das der Mensch zwischen 6 und 8 Stunden Schalf benötigt um zu regenerieren. Was nützt Ihnen eine Schlafphase von 8 Stunden wenn Sie morgens trotzdem wie gerädert aufstehen müssen ?

Kennen Sie den Spruch "ich habe mich müde geschlafen" ? Diese Aussage ist in etwa vergleichbar mit " ich habe mich hungrig gegessen" ! Sie können sich nicht "müde schlafen", wenn Sie morgens nicht fit und ausgeruht aufstehen können, müssen Sie an Ihrer Schlafumgebung arbeiten.

Der Schlaf auf Wasserbetten ist intensiver und effektiver als auf herkömmlichen Matratzen. Der stark verminderte Auflagedruck begünstigt eine optimale Durchblutung und verhindert das Einschlafen der Gliedmaßen sowie ständiges Drehen und Wenden. Auf einer individuell temperierten und optimal auf Ihre Belange eingestellten Matratze ist die Einschlafphase wesentlich kürzer und der Tiefschlaf länger und intensiver. Die Folge: Sie fühlen sich körperlich besser, Sie sind fitter, optimal ausgeruht und belastbarer - in der heutigen Zeit ein wesentlicher Pluspunkt.

Viele Wasserbettenschläfer berichten oft von einem "Black hole Effekt". Sie legen sich in ihr Bett, schlafen blitzartig ein und wachen auf. So weit so gut - das Entscheidende ist, das die Zeit zwischen Einschlafen und Aufwachen völlig ausgeblendet ist und der Schlaf wie im Flug vergangen ist. 

4. Wasserbetten und Deckenbelastung

Eine oft gestellte Frage, hält der Boden ?

In der Regel ja, aber. Sollten Sie in einem alten Fachwerkhaus mit niedrigen Decken und Ausfachungen aus einem Stroh-Lehm Gemisch wohnen, raten wir Ihnen ab. Weder Sie noch wir wissen, wie der Sparrenverlauf ist und das Risiko ist zu groß.

In einem "normalen" Haus brauchen Sie dagegen keine Bedenken haben, hier greifen die entsprechenden DIN-Normen für die Lastaufnahme einer Decke. Normen sind immer Mindestanforderungen die nicht unterschritten werden dürfen, die tatsächlich mögliche Traglast liegt  deutlich darüber. Auch spielt es eine untergeordnete Rolle ob Sie einen gegossenen Boden oder einen Holzboden haben. Dies ist für uns nur wichtig zu wissen damit wir die entsprechende Stützkonstruktion fertigen können. 

Für Rechenkünstler :

Sie denken über den Erwerb eines Wasserbettes mit den Maßen 200 x 200 nach.  Die Sockelleisten haben ein Maß von 1,70 mtr pro Seite. Damit bedeckt das Bett eine Grundfläche von 2,89 qm. Mit einer Füllmenge von ca. 720 ltrn./kg bedeutet dies eine Belastung von ca. 250 kg pro qm. - für eine Decke kein Problem.

Noch interessanter wird es wenn wir die qcm-Belastung ausrechnen. Die Sockelleisten verfügen insgesamt über eine Fläche von ca. 1.290 qcm, die innere Stützkonstruktion über ca. 1.520 qcm. Addiert man diese beiden Werte und dividiert man dann diese Summe durch das Gewicht, so beträgt die Flächenbelastung eines qcm. gerade einmal 260 gr.   

5. Wasserbetten halten ewig

Stimmt leider nicht. Wie alles unterliegen auch Wasserbetten einem Alterungsprozeß. Dieser Prozeß wird hervorgerufen durch die Weichmacherwanderung, also das Entweichen ( Migrieren ) der verwendeten Weichmacher aus der PVC-Folie. Mit zunehmendem Alter verbleibt immer weniger Weichmacher in der Folie die aber immer den gleichen Kräften ( Zug, Druck und Torsion ) ausgesetzt ist. Die Folge dieser Weichmachermigration ist das Verspröden der Folie und mündet in der Konsequenz, dass Sie irgendwann einmal ( der Zeitpunkt wird in etwa 8 - 10 Jahren erreicht sein ) einen Riß im Wasserkern haben. 

Diese Undichtigkeit ist dann in aller Regel an den Schweißnähten zu suchen, Riße an der Oberfläche bzw. an der Unterseite tauchen recht selten auf. In den meisten Fällen kann dieser kleine Riß geklebt werden, allerdings sollten Sie sich bewußt sein das dies der Anfang vom Ende sein kann und Sie alsbald neue Wasserkerne benötigen.

6. Wasserbetten sind teuer im Unterhalt 

Um einige Folgekosten kommen Sie nicht herum. Den Strom für die Heizungen, die halbjährliche Konditionerzugabe damit das Wasser nicht "umkippt" sowie die Pflegemittel sind die notwendigen Ausgaben die Ihnen bevorstehen.

Wie hoch Ihre persönlichen Heizkosten sind ist an dieser Stelle schwer zu sagen. Verschiedene Faktoren müssen berücksichtigt werden. Ihr Stromtarif, die Bettengröße, Isolierung der Bodenplatten, die Wahl der Heizung und letztendlich auch das Raumklima können den Stromverbrauch beeinflussen. In jedem Fall wiegt jedoch das angenehme Gefühl in ein warmes Bett steigen zu können den zusätzlichen Stromverbrauch auf.

Um Ihnen einen Anhaltspunkt zu geben schauen Sie bitte auf die Internetseite der Firma TBD, Villingen-Schwenningen, dem Hersteller der Carbonheizungen.Unter www.carbonheater.de finden Sie einen Energiekostenrechner der Ihnen einen ersten groben Überblick geben kann. Unter Tipps und Tricks finden Sie zudem weitere Hinweise wie Sie den Stromverbrauch minimieren können.

7. Liegen wie auf Wolken...

Das Verdrängungsprinzip des Archimedes - Wasser ist nicht komprimierbar - ist das Geheimnis eines Wasserbettes. So einfach und doch so effektiv. Optimal mit der richtigen Füllmenge individuell auf Sie eingestellt, ist ein Wasserbett die persönlichste Schlafumgebung die Sie sich vorstellen können. Diese Füllmenge im Zusammenspiel mit der Auftriebskraft Ihres Körpers und der Gewichtsverdrängung bietet Ihnen eine optimale Stützfunktion und Lagerung ohne störende Druckpunkte.

Wir sprechen bei einem Wasserbett nicht von "weich" oder "hart", viel besser passen die Adjektive "sensibel" und "stumpf" - je nach Anzahl der Vliesmatten. 

8. Softside oder Hardsidebett ?

Hardsider, also Wasserbetten ohne Schaumrahmen, sind mit einer der Matratzenhöhe entsprechenden Holzumrandung versehen. Der Vorteil der Hardsidebetten ist eine etwas größere Liegefläche da hier nicht die Schaumrahmenbreite hinzugerechnet werden muss. Der Nachteil ist das etwas unbequeme Ein- und Aussteigen da Sie immer mit den Oberschenkeln direkt auf der Holzrahmung sitzen sowie die Tatsache, dass für einen Hardsider i.d.Regel immer ein stabiler Bettrahmen notwendig ist. Falls dieser fehlt, bauen wir Ihnen was Schönes.

Der Softsider bietet Ihnen die entsprechende Bequemlichkeit beim Ein- und Aussteigen da der Schaumrahmen nachgiebig ist. Allerdings hat dieses Bett eine kleinere Liegefläche bei gleichem Außenmaß. Softsider können sowohl frei, also ohne Bettrahmen, aufgestellt werden als auch in einen vorhandenen Rahmen problemlos integriert werden. Zu welchem System Sie tendieren bleibt Ihre Entscheidung, Harsider sind etwas aus der Mode gekommen, gleichwohl bieten wir dieses System immer noch an. 

9. Machen Lumbal- oder Lordoseunterstützungen Sinn ?

Jein, Liegen und Fühlen sind individuell. Eine solche zusätzliche Stützufunktion wird im Lendenwirbelbereich eingebaut und besteht aus einem Formvlies. Das hier verwendete Material muss eine andere Konsistenz haben als die zur "normalen" Beruhigung verwendeten Vliesmatten. Wenn diese Matten verarbeitet sind, werden Sie im Bereich der Lendenwirbelsäule nicht ganz so tief einsinken weil Sie durch dieses Formvlies eine zusätzliche Stabilisierung erhalten. Dies kann für den eingeschworenen Bauchschläfer von Nutzen sein weil dadurch ein eventueller "Bananeneffekt" vermieden wird. Ob dies eine Option für Sie ist läßt sich nur durch entsprechendes Probeliegen herausfinden.

10. Weichmacher

Das Ausgangsmaterial für PVC-Folien ist neben Erdöl eine Mischung aus Harzen, Salzen und weiteren Komponenten. Einer der wichtigsten Bestandteile sind die Weichmacher, die erst für die Geschmeidigkeit der Folie sorgen. Standardweichmacher aus der Phthalat-Familie findet man in nahezu allen Produkten aus Weich-PVC. Duschvorhänge, Gummistiefel oder auch die Ummantelungen von Elektrokabeln verfügen über diesen Zusatz. Der Nachtteil dieser Phthalate ist, dass diese im Laufe der Zeit ausgasen und das Material dadurch spröde wird. Ob diese Ausgasungen gesundheitliche Beeinträchtigungen nach sich ziehen können ist noch nicht zweifelsfrei und abschließend untersucht worden, einige Anhaltspunkte deuten darauf hin.

Alternativ zu den Phthalaten arbeiten wir mit polymeren Additiven - einer neuen Art von Weichmachern für die unter anderem die Markenbezeichnung MESAMOLL2 von Bayer/Lanxess steht. Dieser Weichmacher gast nicht aus und die Folien bleiben deutlich länger Bruchbeständig und Zugstabil. Eine Dehnung ist so gut wie ausgeschlossen - diese kann bei Phthalaten im Laufe der Zeit bis zu 15 % ausmachen.